Mitglieder

Theatergruppe ab Feber 17


1. Reihe (v.l.n.r): Verena Rosenauer, Marilena Bachler, Astrid Lichtenwagner
2. Reihe (v.l.n.r): Margit Kieninger-Lichtmannegger, Claudia Fröhlich, Carmen Dankl, Bernadette Gürtler
3. Reihe (v.l.n.r): Ulrike Pfeiffenberger, Danja Ausserhofer, Notburga Fuchs
4. Reihe: Christa Ruschitzka

 

DAS ENSEMBLE ab April 2014


 

 

Vorne: Danja Außerhofer; Zweite Reihe: Christl Ruschitzka, Marilena Bachler; Dritte Reihe: Verena Rosenauer, Margit Kieninger-Lichtmannegger, Astrid Lichtenwagner; Vierte Reihe: Carmen Dankl, Notburga Fuchs; Ganz hinten oben: Bianca Nosternig  

 

DAS ENSEMBLE von 2011 bis April 2014

Das Ergebis dieser Gruppe: Das fünfte Programm - "Haben Sie reserviert?" 


 

Von links nach rechts: Notburga Fuchs, Astrid Lichtenwagner, Verena Rosenauer, Christl Ruschitzka, Susi Seiringer, Carmen Dankl, Margit Kieninger-Lichtmannegger, Bianca Noisternig.

 

Die ENSEMBLEs von 1990 bis 2011


 

 

 

 

Die Theatergruppe hat seit ihrem Bestehen seit 1990 zahlreiche Mitglieder, Frauen und Männer. unterschiedlich im Alter, in den Lebensformen und Engagement, Erwerbsarbeit in verschiedenen Berufen im Gesundheitswesen, im Sozial- und Bildungsbereich, vielfältiges ehrenamtliches Engagement. In der ersten Theatergruppe beteiligten sich mehrheitlich Schülerinnen und Schüler (erstes Bild links).  

Einige Mitglieder sind seit Gründung mit dabei. Die meisten Mitglieder haben mehrere Produktionen mitgetragen und halten bis heute Kontakt. Sporadisch treten sie weiterhin auf, wenn die Gruppe mit Einzelszenen engagiert ist bei den diversen Veranstaltungen.

     

TRÄGER DER THEATERGRUPPE:Verein Am Puls – Treffpunkt Mensch & Arbeit, Obfrau Renate Wallner
Kontaktadresse Elisabeth Schatz, Obfraustellvertreterin
VERNETZUNG

Mitglied des Landesverbandes für Theater und Darstellendes Spiel;

Mitglied von spectact; Eingebunden in die Betriebsseelsorge Österreichs 

Warum ich Theater spiele

Aussagen der aktuellen Mitglieder der Theatergruppe: November, Dezember 2011


Astrid Lichtenwagner, AHS Lehrerin; Theaterpädagogin:

Warum ich gern Theater spiele?

Weil es Spaß macht und guttut, wenn man einmal so richtig böse sein und ausflippen darf,

weil es Spaß macht und guttut, fremde Seiten an sich kennenzulernen,

weil es Spaß macht und guttut, auch nicht alltägliche Situationen zu erleben,

weil es Spaß macht und guttut...

Astrid, die viel Spaß hat und der das guttut...,-


Bianca Noisternig, Psychologin, Psychotherapeutin

Das Theaterspielen bedeutet für mich vor allem „Spielen“. Im Spielen ist für mich das gesamte menschliche Leben im „als-ob-Modus“ zu finden, und wird für den Augenblick des auf der Bühne Stehens zur Wirklichkeit erhoben. Das Theaterspiel ermöglicht mir aus scheinbarer Distanz eine Begegnung mit dem Realen. Es ist ein „...Gefühl der Spannung und Freude und ein Bewusstsein des ‚Andersseins’ als das ‚gewöhnliche Leben’.“ (HUIZINGA. 1938/1991, S. 37)

Meinem Kindheitstraum jemals einen Oskar zu bekommen, bin ich dadurch ein kleines Stückchen näher...ich spiele einfach gerne!


Verena Rosenauer, Psychotherapeutin:

Theater spielen, ist eine ganz besondere Form des Miteinander – es bedeutet für mich Spannung, Spaß, Kreativität und Konzentration auf mich und auf die Gruppe. Das Abenteuer, in andere Menschen zu schlüpfen, ihnen nachzuspüren ist zugleich das Erlebnis, sich selbst und die Gesellschaft in der wir leben, immer wieder aufs Neue zu entdecken.


Christl Ruschitzka, DGKKS; Pädagogin; Logotherapeutin:

Ich bin bei der Theatergruppe, weil spielen einfach LEBEN ist! Der Unterschied ist nur, dass man sich hier die Rollen aussucht – und dass es (fast immer) lustig ist.

 

Carmen Dankl, DGKKS.                                                                                                                Juni, September 09

Ich spiele so gerne Theater, da ich dabei ein riesiges Experimentierfeld vor mir habe, mich immer wieder auf neue Situationen einlassen kann und manchmal auch muss. Der kritische Blick auf gesellschaftliche Missstände in den verschiedensten Bereichen unseres Lebens in unserer Theaterarbeit gibt mir die Möglichkeit, mich im Spiel damit auseinander zusetzen und Stellung zu beziehen. Ganz besonders liebe ich die Lebendigkeit und Kreativität, die in unserer Arbeit immer wieder stark spürbar ist und das macht einfach Spaß und befreit.


Notburga Fuchs, AHS Lehrerin; Theaterpädagogin:

Für mich ist es interessant, in andere Rollen zu schlüpfen und angewohnte Verhaltensweisen auszuprobieren. Es bereichert mich im Verständnis der anderen und immer wieder begegne ich dabei auch mir selbst. Etwas ganz besonderes ist es, Alltagssituationen, die mich berührt haben, auf der Bühne umsetzen zu können.

Und: Theaterspielen macht mir einfach Spaß.


Margit Kieninger-Lichtmannegger, DGKKS.

Gruppenmitglied der Theatergruppe INFEKTIÖS seit Anbeginn (1990). Gruppenleiterin (organisatorisch, Ansprechpartnerin) seit der zweiten Produktion. Wichtig für mich: Anregungen/Anstöße/Themen auf diese Art und Weise transparent zu machen. Das haben wir sehr oft erprobt mittels Forumtheaterszenen, Kabarett und Statuen stellen, bei offiziellen Auftritten und Anfragen für bestimmte Anlässe zum Thema Arbeit, Wirtschaft usw.


Susanne Seiringer, Ärztin, Theaterpädagogin:

Theater spielen heißt für mich: Freude, sich und andere besser kennen lernen, Prägungen der Sozialisation überwinden, Sichtweisen verändern und andere daran teilhaben lassen.

Die kritische Betrachtung von Alltagsthemen mit der Theatergruppe Infektiös gibt mir (und uns) die Möglichkeit, mit den Methoden des Theaters aktiver, kreativer, mutiger und ein bisschen „lauter“ zu sein.

 

Gottfried Lichtmannegger, Jurist, Sachwalter:

Ich bin Beleuchter bei der Theatergruppe Infektiös, weil ich Schauspielerinnen und brisante Szenen aus der Arbeitswelt „ins Licht“ rücken will.

 

Elisabeth Schatz, Theaterpädagogin:

Theater ist Probe, Analyse, Suche, sagt Augusto Boal, der Begründer des Theaters der Unterdrückten. Im angstfreien Raum herauszuspielen was an Betroffenheiten und Erfahrungen aus meinem Alltag in mir drin ist, befreit, in andere Figuren zu schlüpfen, deren Muster und Rollen im Spiel anzuschauen, fördert Wahrnehmung und Handlungsansatz. Theaterspielen ist ein Instrument gegen Ohnmacht und Resignation, wir reden nicht nur, wir spielen, da gehen Welten auf, da kann viel wachsen. Und: Theater bedingt Bühne. Wir treten mit uns wichtigen Themen an die Öffentlichkeit, es ist eine solidarische Aktion. Somit werden Wirklichkeiten aus der Lebens- und Arbeitswelt von Menschen anschaubar, auch angreifbar. Die Menschen, die uns sehen, kennen viele solcher Geschichten aus ihrem täglichen Theater, wir erreichen Identifikation, befreiendes Lachen und Betroffenheit. Oft hebt sich die Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum auf. Die Realitäten, die nicht so schnell veränderbar sind, werden miteinander wahrgenommen, ihre Veröffentlichung wirkt gegen Vereinzelung und Stillschweigen. Theater spielen ist wie Luft holen, eröffnet Freiräume, bringt Fähigkeiten ins Spiel, macht Lust, Perspektiven zu suchen, zu erproben – macht Freude.

 

Aussagen einiger früherer Mitglieder der Theatergruppe:


Waltraud Niederegger:

Ich bin vor ein paar Jahren zur Theatergruppe gekommen. Damals half ich hinter der Bühne sozusagen als Requisiteurin, auf die Bühne wollte ich auf keinen Fall. Irgendwann wagte ich jedoch diesen Schritt und ich hab ihn nie bereut, im Gegenteil, ich freue mich sehr über meinen Mut. Das Schöne am Theater ist immer wieder, Neues ausprobieren zu können. Die Themen, Geschichten aus dem Leben sind die Herausforderung. Ich schätze unsere Gemeinschaft in dieser besonderen Vielfalt sehr. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Zuseher unsere Freude am Spielen und die Solidarität spüren, und dass so Manches nachwirkt.


Karin Prast:

Etwas in mir möchte spielen und immer wieder nehme ich Anlauf, mich gegen die inneren Widerstände hinweg zu setzen. Es kostet Überwindung und trotzdem, oder vielleicht deswegen, gehe ich nachher zufrieden nach Hause. Vielleicht ist es eine andere Art, sich zu erfahren, abseits der Trampelpfade des Alltags und vielleicht könnte es auch für diesen Alltag eine Erweiterung im Erleben sein.


Monika Voderberg:

Bei einem öffentlichen Auftritt, vor einigen Jahren, für meinen Verein, kam ich doch sehr ins Stocken. Um mir die Angst zu nehmen und die notwendige Sicherheit zu bekommen und weil es einfach eine tolle Möglichkeit ist, mit prekären und lustigen Situationen im beruflichen und privaten Leben besser fertig zu werden. Aber auch um aufzuzeigen, wenn etwas im argen liegt. Für „Frau und Mann XY“ Stimme zu sein. Es macht auch einfach viel Spaß in und mit unserer Gruppe.


Gerda Waidhofer, DGKKS:

1990 hat eine Gruppe von Krankenschwestern und anderen Berufsgruppen an der Klinik im ehemaligen Betriebsseelsorgezentrum „Treffpunkt Am Puls“ mittels einer Schreibwerkstätte „ihren“ Krankenhausalltag reflektiert und dann in Szene gesetzt. Die erste bühnenreife Szenenfolge ist entstanden – und die „Theatergruppe Infektiös“ geboren. Ich war von Anfang an mit dabei. Theaterspielen ist für mich eine Form der Reflexion über den Alltag in Beruf und Freizeit und über den Zustand der Welt im Allgemeinen. Theaterspielen bietet mir die Möglichkeit öffentlich Stellung zu beziehen und hat somit eine politische Dimension. All das macht mir immer noch Freude und erweitert meinen Handlungsspielraum. Theaterspielen ist für mich „Leben im Augenblick“.